NZZ: "Zwei Kachelöfen im Landesmuseum"
Geborgen in der Kiste
Hon. Im Rahmen der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Landesmuseum wird dieses Jahr im kurzen Verbindungsteil zwischen dem Bahnhofsflügel und dem Trakt mit den eingebauten historischen Zimmern ein Lift eingebaut. Davon nicht direkt tangiert sind die beiden Pfau-Öfen im ersten Obergeschoss. Doch hat man sich entschlossen, den einen ganz und den andern bis auf den Feuerkasten abzubauen und dann wieder neu zu erstellen, um sie vor den Gefahren der Bauarbeiten zu bewahren. Die Zürcher müssen also auch künftig nicht auf den Anblick der schönsten Öfen verzichten, die einst als Geschenk der Stadt Winterthur den grossen Saal des neuen Zürcher Rathauses wärmten und schmückten.
Nach der Anhebung der Decke des Ratssaales und dessen Umbau für den zeitgemässen Parlamentsbetrieb entfernte man die beiden Öfen. Über Zwischenstationen erreichten sie das Landesmuseum. Während längerer Zeit waren sie die Hauptausstellungsstücke eines den Zürcher Staatsaltertümern gewidmeten Saales. Vor zehn Jahren verbannte man sie in den kleineren Raum daneben, und nun müssen sie vorübergehend wieder in die Kisten. Der Hafner Fredi Mathys aus Seuzach, der sie schon vor zehn Jahren ab- und wieder aufbaute, tut das auch diesmal mit viel Geduld und Umsicht. Im Innern wurden sie mit Lehm fixiert und aus Gründen der Stabilität mit Ytong-Elementen und einer Klammerung aus Draht verstärkt. Jetzt kann Mathys nur mit Wasser den Lehm wieder lösen und die Kacheln gut einzeln abbauen.
1698 schenkte die Stadt Winterthur die beiden von David Pfau als Hafner und von Heinrich Pfau als Ofenmaler gestalteten Öfen dem Stadtstaat Zürich. Man hoffte wohl, mit dieser Geste die gnädigen Herren in Zürich noch etwas gnädiger zu stimmen und allenfalls auch die rigide Abschirmung des Stadtzürcher Marktes gegen Produkte von aussen aufzuweichen. Der eine Ofen ist mit zürcherischen Motiven bemalt, die Zünfte bilden dabei die tragenden "Säulen", die grossen Füllkacheln zeigen die Städte und die Landvogteischlösser des alten Zürich. Der andere Ofen ist geprägt von einer eidgenössischen Thematik. Hier geben die Wappen der Stände und der zugewandten Orte die tragenden Elemente ab, die Füllkacheln reflektieren die kriegerischen Grosstaten der Schweizer.
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Landbote: Sechs Finger auf einer Kachel
Fredi Mathys restauriert den «wohl ältesten Kachelofen» der Stadt. Eine aufwendige Arbeit, die auch mal Rätsel aufgibt.
Schon an der Haustüre der Lindberg- strasse 12 im Dorfkern von Oberwin- terthur riecht es nach ka
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Historischer Ofen in neuem Glanz
Der historische Ofen im Fürstenzimmer, dem ehemaligen Klostermuseum, erstrahlt nun in neuem Glanz.
Hafner Fredi Mathys hat den Turmofen aus dem 17. Jahrhundert im Fürstenzimmer wieder aufgebaut.
Dieser Artikel erschien in der Talzei
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ZÜRCHER MAGAZIN: "Hinter dem Ofen ist mo wol"
Mathys weiss um die besondere Anziehungskraft der Kachelöfen. Die Ausstrahlung von Wärme verbreitet Gemütlichkeit. Das ist schon seit über tausend Jahren so. So weit zurück kann die Geschichte des Kachelofens verfolgt werden.
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